Aviel

Vom kaputten Gameboy zum Kunstwerk

28. Januar 2026

Was tun mit einem irreparablen Game Boy?

Wegwerfen?
In eine Schublade legen?

Ich habe mich für einen anderen Weg entschieden.

Aus defekten Game-Boy-Teilen entstand ein dreidimensionales Kunstwerk:
ein Bilderrahmen, in dem der Game Boy wie eine Explosionszeichnung wirkt – zerlegt, schwebend, eingefroren im Moment der Bewegung.

Doch dieses Projekt war mehr als nur ein Kunstobjekt.
Es war gleichzeitig Lernexperiment, Designprozess und Upcycling-Idee.


Die Idee: Lernen & Upcycling verbinden

Das Projekt basierte auf zwei klaren Zielen:

🎨 Lernen durch ein echtes Projekt

Ich wollte Adobe Illustrator nicht über ein beliebiges Tutorial lernen, sondern durch ein eigenes Projekt mit einem greifbaren Ergebnis.

♻️ Upcycling statt Wegwerfen

Beim Reparieren von Game Boys bleiben oft Teile übrig, die nicht mehr zu retten sind:

  • Gehäuse

  • Knöpfe

  • Displays

  • Platinen

Normalerweise landen sie im Müll.
Meine Frage war: Kann daraus nicht etwas Neues, Schönes entstehen?

Die Antwort: ein 3D-Bilderrahmen, in dem alle Teile sauber, klar und grafisch wie in einer Explosionszeichnung angeordnet sind.


Von der Reparaturbank zum Design

Bevor ich Illustrator überhaupt öffnete, begann alles ganz analog:

  • Game Boy zerlegen

  • Teile reinigen und sortieren

  • Entscheiden, was visuell funktioniert

Anschliessend arrangierte ich alle Teile auf einem Tisch und machte ein Referenzfoto.
Dieses Bild diente später als Grundlage für das digitale Layout.


Einstieg in Adobe Illustrator: Learning by Doing

Ich startete ohne Vorerfahrung in Illustrator – mit einem einfachen Ziel:
Am Ende soll ein cooles Game-Boy-Design entstehen.

Schritt für Schritt lernte ich dabei:

  • Konturen der einzelnen Teile nachzuzeichnen

  • Mit Ebenen Ordnung ins Layout zu bringen

  • Abstände, Grössen und Positionen zu optimieren

Nach und nach entstand ein klares, logisch aufgebautes Explosionslayout, das nicht nur technisch korrekt, sondern auch ästhetisch wirkte.

 


Vom Bildschirm an die Wand: Das 3D-Bild entsteht

Als das Layout stand, ging es an die Umsetzung:

  • Das Design wurde ausgedruckt

  • Diente als Positionierungshilfe im Rahmen

  • Jedes echte Game-Boy-Teil wurde exakt darüber platziert

Mit Abstandshaltern entstanden mehrere Ebenen.
Am Ende schwebten die echten Teile über dem gedruckten Design –
wie eingefroren in einer Explosion.


Iteration gehört dazu

Natürlich war nicht alles sofort perfekt:

  • Manche Teile lagen zu dicht beieinander

  • Grössen mussten an den Rahmen angepasst werden

  • Positionen wurden mehrfach verändert

Dieser Prozess machte das Projekt erst richtig wertvoll:
ausprobieren – zurücktreten – verbessern.


Was ich gelernt habe

Dieses Projekt war weit mehr als ein Bild.

🎨 Design & Illustration

  • Grundlagen von Adobe Illustrator

  • Arbeiten mit Pfaden, Formen und Ebenen

  • Visuelle Ordnung schaffen

🧩 Visuelle Struktur

  • Technik verständlich darstellen

  • Mit Abständen, Linien und Anordnung arbeiten

♻️ Upcycling & Kreativität

  • Kaputte Dinge sind nicht nutzlos

  • Elektronikschrott kann Kunst werden

🧠 Lernen durch Tun

  • Bei Null anfangen

  • Fehler machen und daraus lernen

  • Dranbleiben, bis das Ergebnis stimmt


Fazit: Lernen, das bleibt

Dieses Projekt zeigt für mich sehr klar:
Man lernt Software nicht nur durch Übungen, sondern durch echte Projekte, die man anfassen, aufhängen und erzählen kann.

Der Game-Boy-Rahmen ist:

  • ein sichtbarer Lernmeilenstein

  • ein Designobjekt

  • vielleicht erst der Anfang

Denn Lernen, Reparieren und Kreativität passen hervorragend zusammen.

🕹️ Und wer weiss – vielleicht folgen bald weitere Konsolen.